berlinjohn.de / matrix
Du hast auf einen Link geklickt, den ich dir geschickt habe. Hier ist die Antwort auf die Frage, was ich eigentlich mache.
01 · Das Bild
Nicht eine — viele, nebeneinander, und in jeder wird gleichzeitig gearbeitet. In der einen entsteht eine Webseite, in der nächsten eine Show, in der dritten ein Kurs.
Ich gehe von Tür zu Tür, schaue hinein, sage etwas, gehe weiter. Und während ich schlafe, wird weitergearbeitet.
Das ist die Matrix. Kein Geheimprojekt und nichts aus einem Film — einfach eine Art zu arbeiten, bei der ich nicht mehr alles selbst und nacheinander tun muss.
02 · Der Gedanke
Der Gedanke dahinter ist geliehen — von jemandem, dessen Namen unsere Familie trägt.
„Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst." Heinz von Foerster · Der ethische Imperativ
Das ist kein frommer Spruch, sondern eine Arbeitsanweisung. Bei jeder Entscheidung kann man fragen: Habe ich gerade eine Tür geöffnet oder eine zugemacht?
Fast alles, was hier gebaut wird, ist der Versuch, mehr Türen offen zu haben. Für mich — und für die Menschen, die zu mir gehören.
03 · Die Schleife
Der Großvater dieses Gedankens hat noch etwas gesagt, das schwerer wiegt: Wer ein System beobachtet, ist Teil davon.
Es gibt keinen Ort außerhalb, von dem aus man neutral zusieht. Wer misst, verändert. Wer eine Familie beschreibt, gehört dazu. Das ist keine Schwäche des Verfahrens — das ist das Verfahren.
04 · Das Armaturenbrett
Kein Flugzeug — das war der erste Versuch, und er sah hübscher aus, als er ehrlich war. Ich steuere das alles über Kacheln, jede mit ihrem eigenen Namen. Das hier ist der Nachbau zum Anschauen, mit erfundenen Werten. Aber die Form stimmt.
Der Ort, an dem ich mit den Assistenten spreche und sehe, wer gerade woran sitzt.
Wie voll die Maschine gerade ist — Rechenlast und Speicher, in zwei Balken statt einer Tabelle.
Der Sammelpunkt, wenn mehrere Werkstätten gleichzeitig etwas zu sagen haben — der Beobachter aus Abschnitt 03, als Kachel.
Drei Geräte, ein Bild: läuft alles, kommen Zahlungen an, ist die Kasse gesund.
Wer den Überblick behält, wenn mehrere Werkstätten gleichzeitig etwas brauchen — die Kachel, die am Ende entscheidet.
Warum Kacheln und keine Tabelle? Weil eine Kachel sagt, wie es gerade steht — und eine Tabelle nur, was war.
05 · Die SKILLs
Jeder Bereich im Cockpit heißt SKILL — ein eigenes kleines Fenster mit eigenem Instrument. Jeder in der Familie hat sein eigenes Cockpit, und jeder sieht nur seine Fenster.
Das hier ist die Schauseite: echte Formen, erfundene Zahlen.
Der Herzschlag des Ganzen. Wenn sich irgendwo etwas bewegt, schlägt er aus.
Kurz wach werden vor der Arbeit. Kein Verlieren, kein Abzug — Ziele warten einfach.
Landeanflug üben — mit Schub, Sinken und Wind. Auf dem Handy steuert die Neigung mit.
Wer ist gerade wo — freiwillig, nur wenn jemand selbst auf „ich bin hier" tippt.
Wer übt, sammelt Erfahrung — und sieht sie später im eigenen Plan wieder auftauchen.
Töne unterscheiden lernen. Klingt nach Spiel, ist Gehörbildung.
Eigene Musik bauen und aufnehmen. Der Ort, an dem aus Üben etwas Fertiges wird.
Was hängt womit zusammen? Das Fenster, das Verbindungen sichtbar macht, die niemand geplant hat.
Was sich meine Kinder wünschen — sie schreiben es selbst, wir lesen es gemeinsam.
Alle Zahlen auf dieser Seite sind Beispiele. Die echten Fenster stehen hinter einer Anmeldung — jeder sieht nur sein eigenes Cockpit.
06 · Zum Ausprobieren
Ein Spiel aus den Cockpits meiner Kinder. Du fliegst, du sammelst eine Möglichkeit ein, und jede eingesammelte öffnet zwei neue.
Man kann nicht verlieren. Man kann nur aufhören.
Das ist keine Dekoration: das Spiel ist der Satz von oben. Wer eine Möglichkeit nutzt, hat danach mehr davon — nicht weniger.
07 · Worum es wirklich geht
Shows und Auftritte, die mein Bruder Jim und ich zusammen spielen.
Ein Weg, den man selbst gehen kann. Der Kern von allem, was ich über Veränderung gelernt habe.
Mode, Stil und Kunst — gemeinsam mit meiner Frau Tina.
Jeder in meiner Familie hat inzwischen einen eigenen Ort im Netz. Auch meine Kinder.
Elf veröffentlichte Arbeiten — darunter, wie wir selbst Teil dessen sind, was wir beobachten. Der Boden, auf dem das alles steht.
Und weiter draußen: meine Eltern haben auch eigene Seiten — mein Vater und meine Mutter. Und wer die Werkstatt-Straße von oben sehen will, statt sie nur zu lesen: der Heldengarten ist ihre begehbare Fassung.
Diese Seite handelt nicht von Technik. Sie handelt davon, dass ich Vater bin, Künstler und jemand, der gern Dinge baut — und dass ich einen Weg gesucht habe, alles drei zu tun, ohne mich dabei zu zerteilen.
Wenn du weiterlesen willst: die Heldenreise ist der beste Einstieg. Wenn du lieber fragen willst — frag mich. Ich erkläre es dir gern am Küchentisch. Das ist ohnehin die bessere Fassung.
— John